Was ist ein Skalde?
Worte konnten erinnern, rühmen und bewahren.
Ein Skalde war im altnordischen Kulturraum ein Dichter und Verfasser skaldischer Dichtung. Seine Verse wurden kunstvoll gebaut, für das Erinnern geschaffen und eng mit Ansehen, Geschichte und Überlieferung verbunden.
Ein sorgfältig ausgewähltes Bild wird diesen Abschnitt ergänzen und seiner Geschichte einen eigenen Blick geben.
HISTORISCHES ZEUGNIS – zum Beispiel Karlevi-Runenstein mit korrekter Bildquelle
Eine Kunst der Sprache
Die skaldische Dichtung entstand ab dem 9. Jahrhundert in Norwegen und wurde besonders von isländischen Dichtern weiterentwickelt. Stabreim, Binnenreime, strenge Versmaße und vielschichtige Bildsprache verlangten außergewöhnliche Sprachbeherrschung.
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EIGENES REENACTMENT-FOTO – Skalde bei der Arbeit
Vom Vers zum Bild
Die frühesten überlieferten skaldischen Verse stammen aus dem 9. Jahrhundert. Etwa 1.100 bis 1.200 Jahre später arbeiten wir mit Licht, Kamera, Bewegung, Ton und Schnitt. Im Film müssen Bild, Ton, Bewegung und Schnitt framegenau zusammenfinden; in der Fotografie entscheidet oft ein Augenblick im Millisekundenbereich.
Wir nennen uns Skalden, weil wir ihre Aufgabe in unsere Zeit übertragen: Geschichten bewusst zu erzählen, statt lediglich Material zu sammeln.
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VIER EIGENE ARBEITSFOTOS – Fotografie, Film, Ton/Schnitt, Reenactment
Quellen
Australian Academy of the Humanities: Opening up Old Norse poetry to a wide audience
